Alopecia und die betroffenen Personen
Vor ein paar Tagen hat mich eine Frau angeschrieben und gefragt, ob ich auch Kundinnen mit Alopecia behandle. Ich habe geantwortet: Ja, selbstverständlich. Daraus entstand ein Gespräch, das mich seitdem nicht mehr loslässt.
Im Verlauf hat sich herausgestellt, dass sie stark psychisch belastet ist – die Erkrankung setzt ihr nicht nur äußerlich, sondern auch seelisch massiv zu.
Sie hat mir ihre Situation offen geschildert: Dass sie kaum noch das Haus verlässt und sich lange Zeit nicht getraut hat, sich mit dem Thema aktiv auseinanderzusetzen. Sie erzählte mir, dass sie einmal in einem Perückenfachgeschäft war – aber sich dort nicht richtig beraten gefühlt hat. Das hat sie so sehr verunsichert, dass sie das Vertrauen in solche Situationen verloren hat. Die Angst, dass das Teil nicht richtig sitzt, war so groß, dass sie sich komplett verkrampft hat und sich damit einfach nicht wohlfühlte.
Das hat mich tief berührt. Denn das Ziel jedes Haarsystems – egal ob bei kreisrundem Haarausfall, Alopecia oder anderen Ursachen – ist es, den Alltag zu erleichtern. Ein Stück Normalität zurückzugeben. Nicht noch mehr Belastung.
Sätze wie „Es sind doch nur Haare“, gesagt von jemandem, der volles Haar hat, helfen in solchen Momenten nicht – im Gegenteil. Ich glaube, niemand kann wirklich nachempfinden, wie es sich anfühlt, wenn man als Frau plötzlich keine Haare mehr auf dem Kopf hat. Haare sind mehr als nur ein Stylingelement. Für viele sind sie Teil ihrer Identität.
Natürlich geht jede Frau anders mit dem Thema um. Aber das Umfeld kann stärken, Halt geben, Mut machen. Zum Beispiel, indem man sagt: „Komm, wir gehen gemeinsam hin. Ganz ohne Druck. Einfach mal beraten lassen.“ Diese kleine Geste kann der erste, entscheidende Schritt sein. Und ohne diesen Schritt bleibt der Wunsch nach Veränderung oft nur ein Wunsch.
Und manchmal beginnt alles mit einem kleinen Schritt – begleitet von einem Menschen, der sagt: „Ich geh mit dir.“
Das hat mich tief berührt. Denn das Ziel jedes Haarsystems – egal ob bei kreisrundem Haarausfall, Alopecia oder anderen Ursachen – ist es, den Alltag zu erleichtern. Ein Stück Normalität zurückzugeben. Nicht noch mehr Belastung.
Das Umfeld spielt eine entscheidende Rolle
Was dabei oft übersehen wird: Nicht nur die betroffene Person selbst, sondern auch ihr Umfeld spielt eine große Rolle. Viele wissen nicht, wie sie mit dem Thema umgehen sollen. Was darf man sagen? Was sollte man besser lassen?Sätze wie „Es sind doch nur Haare“, gesagt von jemandem, der volles Haar hat, helfen in solchen Momenten nicht – im Gegenteil. Ich glaube, niemand kann wirklich nachempfinden, wie es sich anfühlt, wenn man als Frau plötzlich keine Haare mehr auf dem Kopf hat. Haare sind mehr als nur ein Stylingelement. Für viele sind sie Teil ihrer Identität.
Natürlich geht jede Frau anders mit dem Thema um. Aber das Umfeld kann stärken, Halt geben, Mut machen. Zum Beispiel, indem man sagt: „Komm, wir gehen gemeinsam hin. Ganz ohne Druck. Einfach mal beraten lassen.“ Diese kleine Geste kann der erste, entscheidende Schritt sein. Und ohne diesen Schritt bleibt der Wunsch nach Veränderung oft nur ein Wunsch.
Ein sicherer Raum ohne Druck
Als ich mit der betroffenen Person über TikTok geschrieben habe, habe ich versucht, ihr genau das zu vermitteln: Mein Salon ist ein geschützter Raum. Wenn jemand zu mir kommt, der mit einer Erkrankung wie Alopecia kämpft, ist er nicht „Kundin Nummer 5“. Dann ist sie die einzige Person im Raum. Die Tür ist geschlossen. Niemand kommt einfach rein. Keine neugierigen Blicke. Kein Stress. Es geht mir nicht darum, etwas zu verkaufen. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen. Sicherheit. Und das Gefühl: „Ich bin nicht allein – ich werde verstanden.“Mein Wunsch
Ich wünsche mir, dass mehr betroffene Personen den Mut finden, sich Hilfe zu holen – und dass ihr Umfeld sie dabei aktiv unterstützt. Ich kann nicht im Ansatz nachempfinden, wie es ist, keine Haare mehr zu haben. Aber ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn jemand den Mut fasst, diesen Schritt zu gehen. Egal ob Alopecia, Haarausfall durch Krankheit oder andere Herausforderungen: Es gibt Lösungen. Man muss sie nur zulassen.Und manchmal beginnt alles mit einem kleinen Schritt – begleitet von einem Menschen, der sagt: „Ich geh mit dir.“
"Du hast Fragen? Ich nehme mir Zeit für dich."
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